Hintergründe und Zielsetzung
Das Objektmanagement unterscheidet sich grundlegend von dem Verständnis
für Facility Management. Steht bei letzterem der Sekundärprozess
im Mittelpunkt, ist es bei ersterem die Materie, das Gebäude,
die Liegenschaft, die Infrastruktur. Diese in jeder Phase des Lebenszyklus
operativ, taktisch und strategisch zu beherrschen ist die Aufgabe
des Objektmanagements, welches in disziplinarischem Verhältnis
zum Facility Management oder zum Property Management steht - je nach
Objekt- und Organisationsart
>> Der Objektmanager beherrscht sämtliche Themenbereiche
des Objektmanagement, die ihm gemessen an seinem Aufgabenumfeld
(Einzelgebäude oder Portfolio, betriebsnotwendige Infrastruktur
oder Anlageimmobilie, operativ oder taktisch/strategisch verantwortlich,
Branchencluster des Auftraggebers/Arbeitgebers, etc.) übertragen
wurden, bzw. die sich aufgrund der Erfordernisse und Bedarfe ableiten
lassen.
Modulinhalte
Der Auftraggeber/ Arbeitgeber
Das Objektmanagement ist entweder dem Corporate und damit dem Facility
Management oder dem Property und damit dem Immobilien Management
unterstellt. Schnittstellen, Anforderungen und Rollen dieser Zuordnung
Das Umfeld
wird im Wesentlichen vom Objekt und dem Portfolio (Historie Grundstück,
Gebäudearten, Sanierung/Modern., Vollkosten, Flächen,
Lebenszykluskosten) bestimmt, sowie durch die ihn umgebenden Interessenlagen
(Vertragskonstellationen, Zielvorgaben GF, Einkauf/Marketing/Vertrieb,
Gesellschaft/Umweld, Ausschreibung/Vergabe, Nutzeranforderungen,
GM-Markt, Personal und Orgaformen des OM)
Der Regelbetrieb
Das Tagesgeschäft wird bestimmt durch 3 verschiedene Phasen:
Start-Up, Regelbetrieb, Projektbetrieb. Die ersten beiden sind techniklastig,
letzteres baulastig. Im Regelbetrieb fallen sämtliche gängige
Tätikeiten des OM an.
Die Querschnittsfunktion Verantwortung
Betreiber-, Vertrags-, Mitarbeiter-, Auftraggeber-, Arbeitsstätten-,
Projekt- und Prozessverantwortung - die Verantwortungsbereiche des
OM sind vielschichtig
Die Querschnittsfunktion Interaktion
Kommunikation, Kundenbetreuung, Dienstleister- und Mitarbeiterführung,
Veränderungsprozesse, persönliche und unternehmerische
Weiterentwicklung und die sogenannten Soft-Skills sind Schwerpunkte
diese Kurses des Moduls
Die Querschnittsfunktion Qualität
Qualitätsmanagement über alle Bereiche des OM hinweg
Die Querschnittsfunktion Wirtschaftlichkeit
Einer der Schwerpunkte des OM-Modells: Finanzwirtschaftliche Grundlagen,
Objektbuchhaltung, Wirtschaftsplanung, Strategien, Steuerung, Controlling,
Reporting, Beschaffung, Risiko- und Portfolio-management, Investitionsrechnung
und -analysen